Sehenswertes

Wrack
Bei dem Bergungsversuch buddelte sich der zur Hilfe gekommene Muschelsauger ebenfalls fest. Während der Heringslogger allerdings im darauffolgenden Frühjahr von ein paar Schleppern befreit wurde, blieb der Muschelsauger fest im Sand stecken – und da liegt er heute noch; am äußersten Inselosten.Ausgangspunkt ist der Parkplatz Ostheller; von dort aus folgen Sie dem Wanderweg durch das Naturschutzgebiet.
Kurtheater / Kino
1893/94 ließ der Besitzer des Hotels „Deutsches Haus“, Gustav Weidemann, ein Privattheater nach dem Vorbild des Opernhauses in Hannover errichten. Eröffnet wurde es am 1. Juli 1894.Seit den 20er Jahren dient das Kurtheater auch als Kino.2005/2006 wurde es grundlegend restauriert und modernisiert. Das einzigartige rot-plüschige Ambiente ist selbstverständlich erhalten geblieben.
Sternwarte
Die Sternwarte wurde in den Jahren 1962 – 1964 von Herrn Wilhelm Dorenbusch erbaut. Die Kuppel hat einen Durchmesser von 3,30 Meter und es wurde ein Newton-Teleskop mit einem Durchmesser von 200 mm (F=1600) installiert.
Bis zur Gründung des „Astronomischen Arbeitskreises Norderney“ im Jahr 1992, trafen sich in unregelmäßigen Abständen immer wieder Hobbyastronomen. So nach und nach wurden verschiedene Teleskope angeschafft, unter anderem ein MEADE LX50 (Durchmesser 263 mm, F=2500) und ein Schiefspiegler (Durchmesser 100 mm, F=3750).
Rettungsbootschuppen
Neben zahlreichen original benutzten Rettungshilfsmitteln ist hier auch das berühmte Ruderrettungsboot Fürst Bismarck im Original zu bestaunen.
Napoleonschanze
Die Schanze im heutigen Kurpark erinnert an die holländische und französische Fremdherrschaft (1806 bis 1813) in Ostfriesland. Sie wurde zur Kontrolle der gegen England verhängten Kontinentalsperre und zur Unterbindung des Schmuggels zwischen Helgoland und den ostfriesischen Inseln 1811/12 erbaut. In der Schanze finden seit 1912 in den Sommermonaten Gottesdienste statt.Auf der Ostseite der Schanze liegt unter Bäumen der „Hindenburg-Stein“, der in den 1920er Jahren dort niedergelegt wurde. Er erinnert an Generalfeldmarschall Paul von Hindenburg (1847-1934), Reichspräsident von 1925 bis 1934, der auch vor 1914 für einige Wochen Inselgast war.
Mühle
Die Mühle wurde von Ihbe Lammers Hellmers 1862 errichtet. Er gab ihr den Namen „Selden Rüst“ (= „selten Ruhe“ ). 1895 wurde die Mühle von der Familie Fleetjer erworben. Vom Typ ein Galerieholländer, war sie mit einem Weizen-, Roggen- und Pelde (Graupen-) gang ausgestattet. Bei gutem Wind der St?rke 5-6, aus ?stlicher oder südlicher Richtung kommend, konnten etwa 5 t Getreide am Tag verarbeitet werden. Das letzte Korn wurde in der Mühle 1962 gemahlen.Jetzt befindet sich ein Restauraunt/Café in dem Gebäude.
Marienhöhe
Marienhöhe – benannt nach Königin Marie von Hannover. Durch sie wurde die Düne zum „heiligen Berg“ der Heine-Verehrung, welcher der Überlieferung nach an diesem Platz sein „Lied am Meer“ geschrieben haben soll. Richtig ist, dass Heine das Lied bereits vor seinem ersten Norderney-Aufenthalt geschrieben hat, angeregt durch eine Badereise nach Cuxhaven. Heine zu Ehren ließ Marie von Hannover auf der Kuppe der hohen Düne einen kleinen Holzpavillon errichten. Es zog sie immer wieder an diesen Ort der schönen Aussicht und des Gedenkens an Heine.
Auf der „Marienhöhe“ fanden kleinere Feste, Kaffeestunden und Picknicks statt, wodurch die „Kaffeekultur“ auf der „Marienhöhe“ begründet wurde.
1868 wurde unterhalb der „Marienhöhe“ ein gleichnamiges Café erbaut, wobei je nach Wunsch auch im Pavillon auf der Düne serviert wurde. 1920 pachtete der Küchen- und Konditormeister Ernst Radtke die „Marienhöhe“ und ließ 1923 den hölzernen Pavillon durch einen massiven Bau ersetzen. Auch heute noch befindet sich in der Marienhöhe ein Café.
Leuchtturm
Seit 2003 wurden Sanierungsarbeiten am Norderneyer Leuchtturm vorgenommen und insgesamt über 600.000 Euro investiert. Etliche Steine des Mauerwerks hat man dabei ausgetauscht, das Fugensystem erneuert und den Innenbereich neu eingerichtet. Zudem erhielt Norderneys höchstes Bauwerk zwei AIS-Antennen (AIS = automatisches Identifikationssystem; es dient der Sicherung des Schiffsverkehrs). Auch der Vorplatz wurde grundlegend neu gestaltet.Der Clou für technik-interessierte Gäste: eine Glaskuppel erlaubt einen freien Blick auf das technische Innenleben des Leuchtfeuers.
Kurhotel
1837 wurde es zur Unterbringung „fürstlicher Personen in passender Weise“ errichtet. Es diente dem hannoverschen Königshaus von 1837 bis 1865 als Sommerresidenz. Im August 1865 wohnte hier Kronprinz Friedrich Wilhelm von Preußen – der spätere deutsche Kaiser Friedrich III. 1904 wurde in diesem Haus der letzte deutsch-russische Handelsvertrag vor Ausbruch des Ersten Weltkrieges unterzeichnet. Eine Gedenktafel in der Hotelhalle weist darauf hin: „In diesem Zimmer wurde im Juli 1904 zwischen dem Deutschen Reichskanzler Grafen Bernhard von Bülow und dem Präsidenten des Russischen Minister-Kommitees, Sergius von Witte, der deutsch-russische Handelsvertrag vereinbart.“
Kurhaus / Conversationshaus
Zu den ersten Gebäuden des im Jahr 1800 offiziell er?ffneten Seebades Norderney gehörte das Conversationshaus, ein hölzernes auf steinernen Fundamenten ruhendes Gebäude, worinnen ein ziemlich großer Saal und drei kleine Zimmer vorhanden sind. In diesem Gebäude kann die Gesellschaft sich den ganzen Tag aufhalten, nur nicht speisen, wie Friedrich Wilhelm von Halem, Gründer und erster Direktor der Seebadeanstalt Norderney, mitteilte. Die mehr als 200jährige Baugeschichte des Conversationshauses (Kurhauses) auf Norderney, mit den wiederholt ausgeführten An- und Umbauten, unterstreicht die herausragende Bedeutung des Gebäudes auf der Insel. Unter den Baudenkmälern auf der Insel nimmt das Kurhaus eine Sonderstellung ein, gehört es doch mit zu den bedeutenden Profanbauten im nordwestlichen Deutschland.
Kap – altes Seezeichen
1870 abgerissen und durch einen steinernen Bau ersetzt.
1930 in gleicher Form neu errichtet.
Das Kap diente der Küstenschifffahrt als Erkennungmerkmal der Insel Norderney. Das Norderneyer Kap ist Wahrzeichen der Insel und Symbol des Stadtwappens.
Kaiser – Wilhelm
1899 zur Erinnerung an die Reichseinigung von 1871 und an Kaiser Wilhelm I. (den Großen) vor der Bismarckstraße errichtet.
Einen ersten Entwurf lieferte Paul Wallot, der Erbauer des Reichstagsgebäudes in Berlin. Den endgültigen Entwurf lieferte der Bildhauer Georg Küstardt aus Hannover. 75 deutsche Städte, Provinzen und Private stifteten Steine, die zu einem Obelisken zusammengefügt wurden. Die Nordseite des Denkmals schmückte eine Bronzebüste von Kaiser Wilhelm I., die Spitze zierte der Preußische Adler, zur Einfriedigung dienten Ankerketten aus dem Marinearsenal Wilhelmshaven. Büste, Adler und die Plakette „Vom Fels zum Meer“ wurden 1917 als Metallspende zur Fertigung von Kanonen abgeliefert. Mitte der 30er Jahre stiftete die Gemeinde Norderney eine Möwe für den freien Platz der Kaiserbüste.
Heine – Denkmal
Arno Breker erhielt für den Entwurf den 2. Preis des von der Stadt Düsseldorf ausgeschriebenen Wettbewerbes. Die Skulptur wurde der Stadt Norderney von der „Gesellschaft Heinrich-Heine-Denkmal e.V.“, Düsseldorf, als Geschenk übergeben. Aufgestellt im Herbst 1983 vor dem Haus der Insel, begleitet von heftigen Protesten aufgrund Brekers Vergangenheit während des Dritten Reiches.
Georgshöhe
Hohe D?ne am Nordstrand, vor dem ehemaligen Herrenbadestrand mit Aussichtsplattform. Ehemals Sturmsignalstation für die Schifffahrt, während des Zweiten Weltkrieges Marinesignalstelle. 1947 Wetterwarte, die 1981 durch einen Neubau östlich der Georgshöhe ersetzt wurde.
In der Düne befindet sich der bis zum Bau des Wasserturms (1929) genutzte Druckbehälter (1889 erbaut) der Wasserversorgung.Inzwischen ist dort ein original Stockanker – zum Gedenken an die auf See gebliebenen Norderneyer Seefahrer – zu sehen.
Fischerhaus-Museum
Wie verwunschen liegt das Museum eingebettet im Argonnerwäldchen und beherbergt zahlreiche zeitgeschichtliche Dokumente Norderneyer Wohnkultur. Hier werden auch die beliebten Teeseminare abgehalten. Wenn Sie mehr über die Lebensart der Norderneyer, Über ihre Arbeitswelt und über die Geschichte der Insel erfahren möchten, dann besuchen Sie unser kleines Fischerhausmuseum.
Evangelische Kirche
Eingeweiht am Tag der Goldenen Hochzeit des Kaiserpaares (Gedenktafel auf der Empore).Die Kirche bietet Platz für 600 Personen. Maße: 21,5 x 13,5 m, der Turm ist 25 m hoch. Im Kirchenschiff zwei Votivschiffe. Der Taufstein ist ein Geschenk des Grafen von Wedel. Das Taufbecken wird von einem Eichenkranz mit der Inschrift „Lasset die Kindlein zu mir kommen“ umrahmt. Dieser Eichenkranz wurde 1943 von dem Norderneyer Holzbildhauer Erich G. Meyer hergestellt. Das Luther-Denkmal wurde von dem Oldenburger Bildhauer Hägl gefertigt und 1883 aufgestellt.
Bahnhof Stelldichein
Es handelt sich hierbei um die ?berreste des ehemaligen Schirrhofgeländes. Die Marinebahn diente zum Bau und zur Versorgung der Geschützstellungen in den Dünen.Die Haltestation am Karl-Rieger-Weg/Ecke Birkenweg wurde 1917 restauriert und das Umfeld neu gestaltet.
Bademuseum
Das Museum hat sich zum Ziel gesetzt, Über die mehr als 200jährige Geschichte des Nordseeheilbades Norderney und die Reise- und Badekultur vergangener Zeiten zu informieren und die historische Überlieferung zu bewahren. Neben einer Daueraustellung gibt es zusätzlich wechselnde Sonderausstellungen. Vom 18. September bis 11. Januar 2009 ist die Sonderausstellung „Von Zeppelin bis Airbus“ zu sehen. Eine Ausstellung, die die Luftfahrtgeschichte in Nordwestdeutschland im 20. Jahrhundert darstellt.
Alter Kirchhof
Interessante Grabdenkmäler aus dem 19. Jahrhundert, zum Teil mit besonderen Ornamenten (Segelschiff, Schmetterling, Rose, Stern, Palmwedel, gekreuzte Fackeln – zumeist christliche Symbole der Vergänglichkeit und Auferstehung).Besonderheiten: Gusseisernes Grabkreuz von Giovanni Velcich (1864) – Kriegstoter des Krieges zwischen dem Deutschen Bund und Dänemark. Grabkreuz mit Umfriedung des Hillrich Jacobs Rass, gestorben 1872, „Führer der Yacht seiner Majestät des Königs“ (Georg V. von Hannover).

Quelle: http://www.norderney.de/